Hund apportieren beibringen

Dem Hund apportieren beibringen


Das Apporierspielzeug macht viel Spaß. Besonders auch dem Hundehalter. Man wirft etwas und der Hund holt den Gegenstand und bringt ihn zu Frauchen oder Herrchen zurück. Dieses Spiel kann man regelmäßig machen und den Hund so auslasten.

So viel zur Theorie. In der Praxis sieht das allerdings häufig anders aus. Man wirft einen Ball oder ein Stöckchen und der Hund steht daneben, schaut einen an und denkt sich „Wieso wirft denn der den Ball jetzt weg?“.

Der Hund muss erst verstehen, was zu tun ist, damit er es auch machen kann.

Hat der Hund erst einmal verstanden, dass er dem Gegenstand hinterher laufen muss, schnappt er sich ihn und rennt damit durch die Gegend. Überall hin – nur nicht zu Frauchen oder Herrchen – die bösen Leute könnten ja wieder alles wegnehmen.

Da steht man als Hundehalter blöd in der Gegend herum und ruft seinen Hund, der zwar hört, aber nicht folgt. Irgendwann kommt die Frustration und man hat auf das „doofe“ Apportierspiel keine Lust mehr, denn da muss man immer selbst laufen.

Doch es gibt eine Lösung. Man kann dem Hund apportieren beibringen – und zwar ganz einfach:

Wie man seinem Hund apportieren beibringen kann

Der Hund muss verstehen, was du von ihm willst. Hat er es ersteinmal verstanden, ist der erste große Schritt getan. Danach wird noch ein Weilchen geübt, damit das gelernt auch gefestigt wird und es für den kleinen Vierbeiner zu einer Gewohnheit wird, dass er holt, was der Mensch wirft.

Was du dazu brauchst

  • Futterbeutel
  • Leckerlis
  • Hund muss das Kommando „Hier“ (oder welches du verwendest) befolgen können

Der Futterbeutel ist ein Beutel mit Klettverschluss und einem Reisverschluss. Der Klettverschluss schützt den Reisverschluss und in dem Beutel sind dann Leckerlis.

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Den Futterbeutel solltest du möglichst kaufen – und zwar ein hochwertiger. Beachte dabei, dass der Hund darauf herumkauen wird und du den Beutel noch in der Gegend herum werfen wirst – dazu aber später mehr.

Diesen Futterbeutel habe ich auch (siehe Bilder oben) und ich finde ihn sehr gut. Er ist wirklich sehr robust! Die Lasche an der Seite, an der die Schnur befestigt ist, ist bei uns nach einiger Zeit abgerissen. Die Schnur hatten wir immer zum Schleudern benutzt – dafür ist sie eben nicht gemacht:-) . Stört mich aber nicht. Der Beutel ist trotzdem geschlossen und hat kein Loch.

 


Schritt #1: Futterbeutel mit Leckerlis füllen

Du befüllst nun den Beutel mit Leckerlis. Der Beutel soll nicht voll sein. Es reicht eine Hand voll oder noch weniger. Bei den ersten paar Mal, ist es zu empfehlen, dass du Leckerlis nimmst, auf die dein Hund richtig Scharf ist. Dadurch kann er sich schneller einprägen, was zu tun ist.

Schritt #2: Zeige deinem Hund was in dem Beutel ist

Nun wird dein Hund scharf gemacht. Zeige ihm, dass du etwas ganz leckeres in den Beutel getan hast. Lass ihn ein klein wenig daran schnüffeln, dass ihm auf jeden Fall klar wird, dass der Beutel hochinteressant ist. Verschließe den Beutel vor seinen Augen. In der Regel hat der Beutel jetzt die volle Aufmerksamkeit von deinem Hund.

Schritt #3: Übe zu Hause das werfen

Langsam bringst du nun deinem Hund das Apportieren bei. Du beginnst am Besten zu Hause. Hier hast du keine Ablenkung für den Hund und dein kleiner Vierbeiner kann so einfacher und schneller lernen. Draußen ist einfach zu viel Ablenkung. Werfe einfach den Beutel ein paar Meter von dir weg – nicht so weit.

Schritt #4: Futterbeutel kommt zu dir

Dein Hund wird nun dem Beutel ganz schnell hinterher flitzen und versuchen an die Leckerlis zu kommen. Versuche ihn zu rufen, vielleicht klappt es ja schon, dass er kommt. In der Regel wird er aber noch nicht kommen – zumindest nicht mit dem Beutel im Maul.

Gehe nun zum Beutel, hol dir den Beutel, geh wieder auf deinen Platz und rufe gleichzeitig „hier“. Dein Hund wird zwar trotzdem mitkommen, aber das macht nichts aus. Er muss verstehen, dass auf das „hier“ Hund PLUS Beutel kommen müssen.

Schritt #7: LECKERLIS – Jipie

Sobald du wieder auf deinem Platz sitzt und den Futterbeutel hast, machst du den Futterbeutel auf, gibst deinem Hund ein Leckerli und machst den Beutel wieder zu. Das wird dein Hund nun nicht verstehen, was hier gerade läuft, aber er wird es bald lernen – nur Geduld. Bald hast du ihm apportieren beigebracht.

Wichtig: Nur den Beutel auf dem Platz öffnen, von dem du geworfen hast. Dein Hund muss merken, dass der Beutel bei dir geöffnet wird. Er muss den Beutel bringen – nicht du gehst zum Beutel und dann bekommt er etwas davon! Sehr wichtig, dass du dieses Detail beachtest.

Schritt #8: Üben, Üben, Üben

Es kann sein, dass dein Hund das Apportieren des Futterbeutels nicht am ersten Tag lernt. Dies kann ein paar Tage dauern. Übe deshalb jeden Tag etwa 5 bis 10 Minuten, bis er es verstanden hat.

Danach übst du trotzdem regelmäßig weiter, auch wenn dein Hund schon genau weiß was zu tun ist. Werfe auch immer weiter, soweit es deine Wohnung zulässt.

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Schritt #9: Mache die Übung draußen

Nun kannst du draußen das Apportieren üben. Achte darauf, dass keine Bäume in der Nähe sind, damit der Beutel nicht in der Baumkrone landet.

Beherrscht dein Hund das Apportieren mit dem Futterbeutel auch draußen, kannst du in der Wohnung probieren, ob er es mit einem Ball macht. Sei aber auch beim Ball etwas Geduldig.

So einfach kannst du dem Hund apportieren beibringen!

Nun kannst du dir stabiles und robustes Apportierspielzeug kaufen, mit dem ihr Beide viel Spaß haben werdet!